Das Leben im “flow”

Endlich ist sie da. Lange haben wir darauf gewartet: Die deutsche Ausgabe der “flow”. Die zweite, um ehrlich zu sein – und die erste für mich. Denn Nummer 1 war schon nach wenigen Tagen deutschlandweit ausverkauft. Zu Recht. Auch ich bin begeistert, den niederländischen Export endlich in den Händen halten zu können, denn mit seinen Geschichten zu psychologischen, philosophischen und Zeitgeist-Themen trifft “flow” genau meinen Geschmack.

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Ein Magazin voller kreativer Seiten

Eines vorweg: “flow” ist kein “normales” Magazin, “flow” ist lesbare Leidenschaft zum Papier. “Paperlovers” (wie mich) faszinieren die mit Liebe gemachten Seiten. Das Umblättern wird so zum großen Erlebnis – nicht nur für die Augen. Abgesehen von den verschiedenen Schrifttypen, kleinen illustrierten Meisterwerken und niedlich inszenierte Zitat-Seiten, macht sich “flow” auch haptisch bemerkbar. Auf den verschiedenen, bunten Seiten finden sich gut recherchierte Artikel - von Interviews über Reiseberichte bis hin zu Lieblingsrezepten – stets unter dem Motto “Inspiration, Ideen, Einblicke und Anstöße”Dabei ist “flow” in vier Themenbereiche eingeteilt: “Feel connected”, “Live mindfully”, “Spoil yourself” und “Simplify your life”. Jede Ausgabe widmet sich einem anderen Titelthema, das als Zitat seinen Weg auf das jeweilige Cover findet. Das Magazin erscheint vier mal im Jahr und jeder Ausgabe liegen außergewöhnliche Extras bei, die das Kreativen-Herz erfreuen.  

DIY für alle

Wie hängt man eigentlich eine Lampe auf? Wie zeichnet man eine Möwe? Und überhaupt: Wie plane ich am besten meine Woche, sodass ich für all das Kreative noch genug Zeit habe? Eine große Stärke des neuen Magazins ist seine Ratgeberfunktion. Hilfreiche Tips für alle Lebenslagen – von Beziehungsproblemen über Baustellen im eigenen Wohnzimmer – “flow” lässt seine Leser nicht im Stich. Charmant und keinesfalls altklug teilt es gerne sein Wissen mit der Welt – auch in den sozialen Netzwerken.

Der Sprung in die Marktlücke

Auch die zweite Ausgabe war bei meinem Zeitschriftenhändler schon am Erscheinungstag vergriffen und die Zahl der Abonnenten nach der ersten “flow” so hoch, dass der Verlag kaum mit dem Drucken nachkam. Es scheint, als habe das Magazin den Sprung in die Marktlücke geschafft und nun nach den ganzen Wohn- und Einrichtungstiteln einen neuen Trend gesetzt. “flow spricht gebildete, kreative und selbstbewusste Frauen jeden Alters an, die eine hohe Affinität zu Papierprodukten, zum Selbermachen und liebevollen Details haben.” Zeitgleich mit der “flow” startet das Esoterik-Magazin “happinez”, das ebenso hochwertig aufgemacht daher kommt. 

Ethno, Pastell und Metallictöne: So wird das Modefrühjahr 2014

In den großen Modeketten deutscher Städte streiten momentan zwei Kräfte um die Kaufkraft modebegeisterter Shopperinnen: Die eine heißt “Sale” und die andere “Frühjahrskollektion”. Und weil es gerade erst Winter wird, setzen viele auf den Ausverkauf und nutzen die Möglichkeit auf attraktive Schnäppchen. Pullover, Mänter und Co. wandern zu günstigen Preisen in den eigenen Kleiderschrank. Warum es sich trotzdem lohnt, den Versuchungen stand zuhalten: Der Einzug der Frühjahrsmode! Nicht weit von den Schnäppchen präsentieren sich jetzt schon die ersten Frühlingsboten – und die zeigen sich dieses Jahr mehr als vielseitig: Von Ethno über Metallictöne bis hin zu Pastel – wir wagen einen ersten Blick in die Mode-Zukunft.

Alles Ethno, oder was?

Warme Sommernächte irgendwo in der Südsee oder rund um das “Kap der Guten Hoffnung”, Lagerfeuer, Gitarre – das verbinde ich mit dem Ethno-Stil. Die bunten, verspielten und detailverliebten Modelle versprühen Fernweh pur! Ganz wichtig neben Fransenwesten und wilden Mustern sind exotische Accessoires wie übergroße Ohrringe und bestickte Taschen.

Guilia 2Tigerlilly-Scarf vom Glam-Rock-Label Camouflage Couture Stork über Jades24.com

Puder und Pastell

Zartes Rosé, Mintgrün, babygleiches Hellblau – dem Metalliclook entgegengesetzt sind die Farben der frühlingshaften Natur. Kleider im Fifties-Stil gepaart mit edler Spitze oder raffinierter Transparenz – darauf setzen die großen Designer dieses Jahr. “Top-Investition des Jahres” laut Vogue: “Ein Oversized-Mantel im bevorzugten Pastell-Ton sorgt bei den ersten frühlingshaften Temperaturen und Sonnenstrahlen für einen stilsicheren Auftritt – ein Farb-Statement par excellence!”

Tailor Cut Green LeatherGrün dem Frühling entgegen (“Tailor Cut” von Clarks)

Welcome, Space!

Metallic ist dieses Frühjahr ein ganz großes Modethema. Egal ob als schimmernder Eye-Catcher auf edlen High Heels oder It-Bags, oder gekonnt tragbar gemacht – von glänzenden Edelmetall-Optiken wie Kupfer, Gold, Silber oder Platin bis hin zu leuchtendem Smaragdgrün und royalem Saphirblau – Metallic bringt das Frühjahr zum Leuchten. Vorreiter für die shiny shades-Modelle war das britische Traditionshaus Burberry.

Ornate Jewel Black Combi LeatherStylischer Wedges von Clarks (89,95Euro)

Story Telling as its best: Julia Engelmanns Poetry Slam

“Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.”

Und Julia Engelmann erzählt die Geschichte, die wir gerade selbst schreiben. Wir, die Immersuchenden. Wer die Worte der jungen Psychologie-Studentin hört, fühlt sich verstanden – und ertappt. In ihrem Poetry Slam deckt die ehemalige “Alles was zählt”-Darstellerin einen Selbstbetrug nach dem nächsten auf und jongliert dabei gekonnt mit der deutschen Sprache. Um die Ecke denken kann sie gut, zwischen den Zeilen lesen auch, und überhaupt: Sie scheint in ihrem Text den Geist einer ganzen Generation zu treffen.

Der Mut, das auszusprechen, was viele denken, wird von den (Online-) Medien mit einer Resonanz belohnt, von der jeder PRler träumt. Süddeutsche, ZEIT, Hamburger Abendblatt, BILD - überall ist der Slam präsent. Julia Engelmann eröffnet in wenigen Minuten einen Diskurs, auf den massenhaft reagiert wird – sowohl lobend, als auch kritisch. Ihr Slam trendet - auch die sozialen Netzwerke werden von Engelmanns Vortrag dominiert. Vielleicht – oder gerade – deshalb, weil er so unglaublich authentisch ist, hat der Beitrag bereits über 3 Millionen YouTube-Klicks

Lernen können wir viel aus den Worten der jungen Slammerin. Nicht nur über uns, sondern auch über die Medien und deren Umgang mit Content. Vielleicht ist das Video so erfolgreich, weil es so “echt” und unmittelbar in unserer Lebenswelt verankert ist. Weil es  uns dort abholt, wo wir gerade sind. Und ja, vielleicht entspricht es dem Geheimrezept einer guten Kampagne: Kommunikation auf Augenhöhe. Botschaften, die folgendes übermitteln: Das Gefühl des Verstandenwerdens statt künstliche Überhöhung, klare Aussagen statt falsche Erfolgsversprechen, Verständnis für und Fokussierung auf die Zielgruppe statt “Gießkannen-Prinzip”, kritische Selbstreflexivität statt Eigenlob – eben glaubwürdiges “Story Telling” im wahrsten Sinne des Wortes. 

Also, Baby, lass uns Geschichten schreiben, von denen die Medien erzählen können!

Spot der Woche: Greenpeace meets Disney

Jeder kennt ihn. Er ist der erfolgreichste klassische Disneyfilm aller Zeiten. Selbst ein Musical ist ihm gewidmet: Der König der Löwen. Jetzt nutzt Greenpeace die allbekannte Story um Simba und inszeniert einen ganz neuen Handlungsstrang mit toternster Intention.

In dem neuen Spot der weltweiten Umweltorganisation scheint den Tieren ein anderes Schicksal vorgezeichnet zu sein, als das, dass Disney für die Vierbeiner vorbehalten hatte. Statt einem idyllschen Zusammentreffen á la “Konferenz der Tiere“, verschwinden nach und nach immer mehr tierische Freunde aus der Savanne. Die Botschaft ist so simpel wie genial: Greenpeace schafft es anhand der populären Figuren auf das Aussterben der Wildtiere aufmerksam zu machen. Ein grandioser Clip, der gerade durch seine Simplizität überzeugt:

 

Tatort: Second Screen

Sonntagabend 20:15 Uhr. ARD. Da da, da da, dadadadaaaaaa! Woche für Woche, fest im Programm – der “Tatort” beginnt. Immer mehr Zuschauer nutzen dafür nicht nur einen Bildschirm, sondern lassen ihre Blicke zwischen Smartphone und TV wandern. Was im Krimi passiert, wird auf Twitter live kommentiert. Der Trend zum “Second Screen” wird zum Gemeinschaftserlebnis.

“Tatort” hat jetzt schon geschafft, wovon viele Marken und Formate träumen – das Gezwitscher rund um die Kriminalfolgen hat bereits Kultstatus. “Social TV” nennt man das Phänomen, wenn das eigenen Wohnzimmer zum Ort des Public Viewing wird. Unter dem Hashtag #Tatort tauschen sich Sonntag für Sonntag Krimifans über aktuelle Szenen, Kameraführung und Schauspieler aus, äußern Kritik, loben oder zitieren und stellen Vermutungen über den Täter an.

Laut Erhebungen von MediaCom belegte auch im November 2013 wieder der “Tatort” Platz eins im “Social TV Buzz Ranking”:  Dank neuer Drehorte mit teils jungen Ermittlern wie Benjamin Kramme, Friedrich Mücke und Alina Levshkin plus innovativer Ideen kommt der “Tatort” auf insgesamt 100.483 Erwähnungen auf Twitter und Facebook. Zum Start des neuen Erfurter “Tatorts” zeigt die ARD zudem Innovationsgeist: Zuschauer können mit der “Tatort”-Praktikantin Johanna Grewel live twittern – parallel und live zur Ausstrahlung im TV.”

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Auch die größten deutschen Zeitungen wissen um die Relevanz des Social TVs. So erfreut die “Zeit” Tatort-Fans nach jeder Erstausstrahlung mit einer “Twittritik”, in der einzelne Tweets der Tatort-Community Erwähnung findet. Ein Riesenspaß, wenn man zwischen den Zeilen des Autors seine eigenen Tweets entdeckt! 

Das haben auch “Couchfunk”-Gründer Frank Barth und Uz Kretzschmar erkannt und eine eigene App entwickelt, welche die User direkt in die richtige Community bringt. Auch hier belegt der “Tatort” momentan den ersten Platz in den Top Ten der meist diskutierten TV-Formate. Neben dem eigenen Kommentarsystem diskutieren Nutzer auch direkt aus der App heraus via Twitter und Facebook mit. Die passenden Hashtags für den Twitter-Stream schlägt Couchfunk dabei automatisch vor.” So ist man mit nur einem Klick mitten in der Diskussion um Thiel, Boerne und Co.

Ausbruch aus dem Hamsterrad

Und täglich grüßt…der Hamster! Nach KIA bedient sich nun auch eBay dem tierischen Trend des Fellwuschels im Rad. Und die Story, die Doppelgänger Film (Produktion) und nhb (Postproduktion) um den größten Onlineversandhandel strickt, ist mindestens genauso süß wie tierisch auffällig. eBays Leadagentur DDB Tribal setzt in ihrer Kampagne “Was immer dich inspiriert” auf emotionale Botschaften und eine ganz besondere tierische Freundschaft:

Tag ein, Tag aus beobachtet Wuffi seinen kleinen Hamsterfreund beim Strampeln im Laufrad – und hat Mitleid. Kaum ist Herrchen aus dem Haus, schnappt sich der Vierpfoter das Tablet und bestellt kurzerpfote ein viel viel größeres Rad für seinen Kumpel. Herrchen macht große Augen, als er das Ergebnis im Garten stehen sieht. Abstrampeln war gestern! Aber schaut doch selbst:

 

Der Spot ist Ankerpunkt einer großen Markenkampagne von eBay. Neben Print- und Radioformaten setzt eBay dabei vor allem auf die Onlinevermarktung: Ab sofort begrüßt eBay Deutschland mit einem personalisierten News-Feed, der nach den individuellen Interessen kuratiert wurde. Dieser soll die User dazu anregen, deutlich mehr Zeit auf der Seite zu verbringen und die Plattform auch als Mediendestination zu nutzen. In den nächsten Monaten ist mit weiteren Features zu rechnen, um die Personalisierung voranzutreiben: “Unser Ziel ist es, das Engagement der Nutzer mit eBay weiter zu steigern”, so Birgit Samson, Senior Director Marketing bei eBay Deutschland.

Das tolle Lied aus der Werbung stammt übrigens von Portugal und trägt den Titel “So American” - Ohrwurmgarantie!

Spot der Woche: KIA – Zeit zu Hamstern!

Sie sind klein, sie sind dick und vor allem: sie sind sooooooo niedlich!

KIA lässt im neuen Spot die Hamster tanzen – zu Lady Gagas Hit “Applause”. Getreu dem Motto “Totally transformed” schwitzen sich die Fellknuddel ihre Funde im Fittnesstudio vom Leib, nur um nachher ganz galant aus dem Wagen zu steigen und damit für bieber-mäßiges Furore sorgen. Für Kia und die für den Spot verantwortliche Agentur David & Goliath aus Los Angeles gab es für soviel stilsicheres Geschnöff auf dem Bildschirm schon den begehrten Effie-Award.

Unser Spot der Woche – enjoy! ;)